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Aktive Ausbrueche

HPS vs HFRS Syndromes — Hantavirus

Hantavirus-Pulmonalsyndrom (HPS)

Auch bekannt als Hantavirus-Kardiopulmonalsyndrom (HCPS). Findet sich vorwiegend in Amerika (Nord-, Mittel- und Südamerika). HPS ist gekennzeichnet durch das schnelle Einsetzen eines Lungenödems und ein kardiovaskuläres Versagen.

  • Letalitätsrate: 20–50 % je nach Stamm und Versorgungsqualität
  • Hauptziel: Lunge und Herz
  • Schlüsselmechanismus: Erhöhte Kapillarpermeabilität, die zu einem nicht-kardiogenen Lungenödem führt
  • Tödlichste Stämme: Sin Nombre (Nordamerika, Letalitätsrate ca. 35 %), Andes (Südamerika, Letalitätsrate ca. 30–50 %)

Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom (HFRS)

Tritt in Europa und Asien auf. HFRS ist gekennzeichnet durch Fieber, Blutungen und akute Nierenschädigung. Die Schwere variiert je nach Stamm dramatisch.

  • Letalitätsrate: 1–15 % je nach Stamm
  • Hauptziel: Nieren und Gefäßendothel
  • Schlüsselmechanismus: Kapillarleck, Thrombozytopenie und renale Tubulusschädigung

Vergleichstabelle der Stämme

StammReservoirRegionSyndromLetalitätsrate
HantaanBrandmausChina, Korea, Fernost-RusslandHFRS (schwer)5–15 %
Dobrava-BelgradGelbhalsmausBalkan, OsteuropaHFRS (schwer)5–10 %
SeoulWanderratteWeltweit (urban)HFRS (moderat)1–2 %
PuumalaRötelmausSkandinavien, WesteuropaHFRS (mild, „Nephropathia epidemica“)<1 %
Sin NombreHirschmausWestliches NordamerikaHPS30–40 %
AndesLangschwänzige ZwergreisratteChile, ArgentinienHPS (+ selten M2M)30–50 %
Laguna NegraKleine VespermausParaguay, BolivienHPS20–30 %

Quellen

  1. Jonsson CB, Figueiredo LTM, Vapalahti O. A global perspective on hantavirus ecology, epidemiology, and disease. Clin Microbiol Rev 2010;23(2):412-441. DOI
  2. CDC. Hantavirus Pulmonary Syndrome (HPS). CDC HPS
  3. ECDC. Fact sheet: Hantavirus. ECDC
  4. Kruger DH, Figueiredo LTM, et al. Hantaviruses — globally emerging pathogens. J Clin Virol 2011;52(3):179-193.

Reviewed by: Hantavirus Editorial

Last reviewed: 2026-05-10